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13:1 Der große König Artaxerxes sendet den Herren und Fürsten von hundertundzwanzig Provinzen, von Indien bis Äthiopien, seinen Gruß.

13:2 Da ich über sehr viele Völker herrsche und den ganzen Erdkreis meiner Herrschaft unterworfen habe, wollte ich keineswegs die Macht zur Prahlerei mißbrauchen, sondern mit Milde und Sanftmut die Unterworfenen lenkend ihr Leben in Ruhe verbringen und mein Reich ohne jede Furcht gestalten.

13:3 Als ich aber meine Räte fragte, wie dies sich verwirklichen lasse, zeigte mir einer, der an Weisheit und Gerechtigkeit hervorragte und der Zweite nach dem König war, mit Namen Aman,

13:4 daß es im ganzen Erdkreis ein zerstreutes Volk gebe, das neue Gesetze befolge und dem Brauche aller Völker entgegen, unserem feindlich sei, die königlichen Gesetze verachte und dem Frieden unserer Herrschaft schade.

13:5 Als wir dies erfahren hatten und sahen, daß ein Volk allen Menschengeschlechtern durch eine gewisse eigentümliche Verkehrtheit seiner Gesetze feindlich gesonnen und unserem Reiche widerstrebe,

13:6 befahlen wir, daß alle, welche Aman, der über alle Fürsten der Erste und den wir wie einen Vater ehren, aufzeigen werde, mit ihren Weibern und Kindern von ihren Feinden vernichtet werden sollen, ohne daß jemand sich ihrer erbarme, am vierzehnten Tage des zwölften Monats Adar des gegenwärtigen Jahres.

13:7 Damit diese Frevler an einem einzigen Tage zur Unterwelt hinabsteigen und unserem Reich den Frieden wiedergeben, den sie gestört haben.

13:8 Mardochäus aber flehte zum Herrn, eingedenk all seiner Werke,

13:9 und sprach: Herr, Herr, du allmächtiger König, denn alles steht in deiner Gewalt, und niemand kann deinem Willen widerstehen, wenn du beschlossen hast, Israel zu retten.

13:10 Du hast den Himmel und die Erde geschaffen und alles, was der Umkreis des Himmels umschließt.

13:11 Du bist der Herr von allem, und niemand kann deiner Majestät widerstehen.

13:12 Du weißt alles und kennst es, daß ich dies nicht aus Hochmut und Überhebung oder aus irgendeiner Ruhmbegierde getan habe, daß ich den hochmütigen Aman nicht anbetete.

13:13 Denn ich wäre gerne bereit gewesen, um Israels Heil willen sogar seine Fußspuren zu küssen;

13:14 aber ich fürchtete, die Ehre meines Gottes auf einen Menschen zu übertragen, und daß ich niemanden anbetete außer meinem Gott.

13:15 Und nun, Herr König, Gott Abrahams, erbarme dich deines Volkes, denn unsere Feinde wollen uns verderben und dein Erbe vertilgen.

13:16 Verschmähe nicht deinen Anteil, den du dir aus Ägypten erlöst hast.

13:17 Erhöre mein Gebet und sei gnädig dem Lose und dem Erbteil deiner, und verwandle unsere Trauer in Freude, damit wir, am Leben bleibend, deinen Namen preisen, Herr, und du den Mund derer nicht verschließest, die dir singen.

13:18 Und ganz Israel rief einmütig und flehentlich zum Herrn, weil ihnen ein gewisser Tod bevorstand.