
Isidor von Sevilla
Der heilige Isidor von Sevilla wird als Patron des Internets, der Computernutzer und der Programmierer vorgeschlagen wegen der Natur seines Lebenswerks: Seine Etymologiae waren eine gewaltige Enzyklopädie, die das gesamte damalige Wissen sammelte, querverwies und ordnete — ein weites Netz verknüpfter Einträge, das von Grammatik und Medizin bis zu Schiffen, Steinen und dem Kosmos reichte. Jahrhunderte vor der Datenbank schuf er ein System, um Wissen durch Verknüpfung zu speichern und abzurufen; darum wandten sich jene, die im späten zwanzigsten Jahrhundert einen Patron für das Netz suchten, ganz selbstverständlich an ihn. Als letzter der großen lateinischen Kirchenväter ist er passend auch Patron der Studenten. Das Patronat über das Internet wurde von Rom nie förmlich bestätigt, doch hat es sich der Überlieferung nach weithin durchgesetzt.
Der heilige Isidor von Sevilla war über drei Jahrzehnte Erzbischof von Sevilla und der letzte der lateinischen Kirchenväter. Um 560 geboren, verfasste er die Etymologiae, eine umfassende Enzyklopädie. Er wurde als Schutzpatron des Internets vorgeschlagen.