
Martin von Tours
Der heilige Martin von Tours ist der Patron der Soldaten, der Bettler sowie der Schneider und Weber wegen der berühmtesten Tat seines Lebens: Selbst Soldat, begegnete er am Tor von Amiens einem halbnackten, frierenden Bettler, zerteilte mit dem Schwert seinen Soldatenmantel und gab die Hälfte hin — und sah in jener Nacht im Traum Christus, der eben dieses Tuch trug. Die Soldaten ehren den Soldatenheiligen, der die Barmherzigkeit über die Waffen stellte; die Bettler den, dessen Liebe sie kleidete; die Schneider und Weber den Heiligen des geteilten Mantels. Die Gans gehört ihm aus einer schlichteren Legende: Als er sich vor jenen verbarg, die ihn zum Bischof machen wollten, verriet ihn das Geschnatter der Gänse, die man bis heute an seinem Fest (Martini) verzehrt. Er ist ein Hauptpatron Frankreichs.
Der heilige Martin von Tours war ein römischer Soldat, der Bischof von Tours in Gallien wurde. Um 316 in Pannonien geboren, ist er vor allem für die Geschichte bekannt, in der er seinen Militärmantel teilte, um ihn mit einem Bettler zu teilen. Er war einer der ersten Nicht-Märtyrer, die als Heilige verehrt wurden.