6:1 Propter peccata quæ peccastis ante Deum, abducemini in Babyloniam captivi a Nabuchodonosor rege Babylonis.
6:1 Wegen der Sünden, die ihr vor Gott gesündigt habt, werdet ihr als Gefangene nach Babylon weggeführt werden von Nabuchodonosor, dem König der Babylonier.
6:2 Ingressi itaque in Babylonem, eritis ibi annis plurimis, et temporibus longis, usque ad generationes septem : post hoc autem educam vos inde cum pace.
6:2 Wenn ihr nun in Babylon eingezogen seid, werdet ihr dort viele Jahre und lange Zeiten verweilen, bis auf sieben Geschlechter: hernach aber werde ich euch von dort in Frieden herausführen.
6:3 Nunc autem videbitis in Babylonia deos aureos et argenteos, et lapideos et ligneos, in humeris portari, ostentantes metum gentibus.
6:3 Jetzt aber werdet ihr in Babylon goldene und silberne, steinerne und hölzerne Götter sehen, die auf Schultern getragen werden, den Völkern Furcht einflößend.
6:4 Videte ergo ne et vos similes efficiamini factis alienis, et metuatis, et metus vos capiat in ipsis.
6:4 Sehet also zu, daß auch ihr den Fremden nicht ähnlich werdet und daß ihr keine Furcht vor ihnen habt,
6:5 Visa itaque turba de retro et ab ante, adorantes dicite in cordibus vestris : Te oportet adorari, Domine.
6:5 wenn ihr die Menge sehet, die vor ihnen und hinter ihnen anbetet; sprechet in euren Herzen: Dir gebührt die Anbetung, o Herr.
6:6 Angelus enim meus vobiscum est : ipse autem exquiram animas vestras.
6:6 Denn mein Engel ist bei euch, und er selbst wird für eure Seelen Sorge tragen.
6:7 Nam lingua ipsorum polita a fabro ; ipsa etiam inaurata et inargentata : falsa sunt, et non possunt loqui.
6:7 Denn ihre Zunge ist vom Handwerker geglättet, sie selbst aber sind vergoldet und versilbert, sie sind falsch und können nicht reden.
6:8 Et sicut virgini amanti ornamenta, ita accepto auro fabricati sunt.
6:8 Und gleichwie einer Jungfrau, die den Schmuck liebt, so haben sie Gold genommen und solche verfertigt.
6:9 Coronas certe aureas habent super capita sua dii illorum : unde subtrahunt sacerdotes ab eis aurum et argentum, et erogant illud in semetipsos.
6:9 Goldene Kronen tragen ihre Götter auf dem Haupte; davon ziehen die Priester heimlich Gold und Silber ab und verwenden es für sich selbst.
6:10 Dant autem et ex ipso prostitutis, et meretrices ornant : et iterum cum receperint illud a meretricibus, ornant deos suos.
6:10 Ja, sie geben davon auch den Dirnen und bekleiden die Huren; und wenn sie es von den Huren zurückempfangen haben, schmücken sie damit ihre Götter wieder.
6:11 Hi autem non liberantur ab ærugine et tinea.
6:11 Diese aber können sich nicht vor Rost und Mottenfraß bewahren.
6:12 Opertis autem illis veste purpurea, extergunt faciem ipsorum propter pulverem domus qui est plurimus inter eos.
6:12 Ein purpurnes Gewand legt man ihnen an, und man wischt ihr Antlitz ab wegen des Staubes im Hause, der unter ihnen sehr reichlich ist.
6:13 Sceptrum autem habet ut homo, sicut judex regionis, qui in se peccantem non interficit.
6:13 Er hält einen Stab wie ein Mensch, ein Richter des Landes, der jedoch denjenigen, welcher gegen ihn sündigt, nicht tötet.
6:14 Habet etiam in manu gladium et securim, se autem de bello et a latronibus non liberat. Unde vobis notum sit quia non sunt dii :
6:14 Er hat auch in der rechten Hand ein Schwert und eine Axt, von Krieg und Räubern aber rettet er sich nicht: hieraus ist es den Menschen kund, daß sie keine Götter sind.
6:15 non ergo timueritis eos. Sicut enim vas hominis confractum inutile efficitur, tales sunt et dii illorum.
6:15 Fürchtet sie daher nicht; denn gleichwie ein zerbrochenes Gefäß eines Menschen unbrauchbar wird, so auch ihre Götter.
6:16 Constitutis illis in domo, oculi eorum pleni sunt pulvere a pedibus introëuntium.
6:16 Wenn sie in ihren Häusern aufgestellt sind, sind ihre Augen voll Staub von den Füßen der Eintretenden.
6:17 Et sicut alicui qui regem offendit circumseptæ sunt januæ, aut sicut ad sepulchrum adductum mortuum : ita tutantur sacerdotes ostia clausuris et seris, ne a latronibus expolientur.
6:17 Und wie dem, der beim König Anstoß erregt hat, die Türen von allen Seiten verschlossen werden, und wie diejenigen, die schon dem Tode verfallen sind, bewacht werden, so verriegeln die Priester ihre Tempel mit Türen, Schlössern und Riegeln, damit sie nicht von Räubern ausgeplündert werden.
6:18 Lucernas accendunt illis, et quidem multas, ex quibus nullam videre possunt : sunt autem sicut trabes in domo.
6:18 Lichter zünden sie ihnen an, und zwar viele, von denen sie jedoch kein einziges sehen können: sie gleichen den Balken des Hauses.
6:19 Corda vero eorum dicunt elingere serpentes qui de terra sunt, dum comedunt eos, et vestimentum ipsorum, et non sentiunt.
6:19 Man sagt auch, ihr Herz werde von Gewürm, das aus der Erde kommt, zernagt, und wenn dieses sie und ihre Kleider frißt, merken sie es nicht.
6:20 Nigræ fiunt facies eorum a fumo qui in domo fit.
6:20 Ihre Gesichter sind rußig von dem Rauch, der im Hause entsteht.
6:21 Supra corpus eorum et supra caput eorum volant noctuæ, et hirundines, et aves etiam, similiter et cattæ.
6:21 Eulen und Schwalben und allerlei Vögel fliegen über ihren Leib hin, desgleichen auch Katzen.
6:22 Unde sciatis quia non sunt dii : ne ergo timueritis eos.
6:22 Woraus ihr erkennen sollt, daß sie keine Götter sind: fürchtet sie daher nicht.
6:23 Aurum etiam quod habent ad speciem est : nisi aliquis exterserit æruginem, non fulgebunt : neque enim dum conflarentur, sentiebant.
6:23 Auch das Gold, das sie zum Schmucke haben, wird nicht glänzen, wenn nicht jemand den Rost abwischt; ja, selbst als man sie goß, empfanden sie es nicht.
6:24 Ex omni pretio empta sunt, in quibus spiritus non inest ipsis.
6:24 Um Geld sind sie alle erkauft: es ist kein Geist in ihnen.
6:25 Sine pedibus, in humeris portantur, ostentantes ignobilitatem suam hominibus : confundantur etiam qui colunt ea.
6:25 Ohne Füße werden sie auf Schultern getragen und zeigen den Menschen ihre Nichtigkeit; es sollen sich auch die schämen, die sie verehren.
6:26 Propterea si ceciderint in terram, a semetipsis non consurgunt : neque si quis eum statuerit rectum, per semetipsum stabit : sed sicut mortuis munera eorum illis apponentur.
6:26 Wenn sie zu Boden gefallen sind, richten sie sich nicht von selbst auf; und wenn jemand sie aufgestellt hat, bleiben sie nicht von selbst stehen; sondern wie Toten werden ihnen Gaben dargebracht.
6:27 Hostias illorum vendunt sacerdotes ipsorum, et abutuntur : similiter et mulieres eorum decerpentes, neque infirmo, neque mendicanti, aliquid impertiunt.
6:27 Die Opfer, die ihnen dargebracht werden, verkaufen ihre Priester und mißbrauchen sie: ebenso nehmen auch ihre Frauen davon, ohne dem Kranken oder dem Bettler etwas davon mitzuteilen.
6:28 De sacrificiis eorum fœtæ et menstruatæ contingunt. Sciens itaque ex his quia non sunt dii, ne timeatis eos.
6:28 Ein unreines und monatsunreines Weib berührt ihre Opfer: da ihr nun aus diesen Dingen wisset, daß sie keine Götter sind, so fürchtet sie nicht.
6:29 Unde enim vocantur dii ? quia mulieres apponunt diis argenteis, et aureis, et ligneis :
6:29 Woher werden sie nämlich Götter genannt? Weil Frauen den silbernen und goldenen und hölzernen Göttern Speisen hinsetzen,
6:30 et in domibus eorum sacerdotes sedent habentes tunicas scissas, et capita et barbam rasam, quorum capita nuda sunt.
6:30 und die Priester in ihren Häusern sitzen mit zerrissenen Gewändern, mit geschorenen Häuptern und Bärten, deren Häupter bloß sind.
6:31 Rugiunt autem clamantes contra deos suos sicut in cœna mortui.
6:31 Sie aber brüllen und heulen vor ihren Göttern, wie jemand, der beim Leichenmahl schmaust.
6:32 Vestimenta eorum auferunt sacerdotes, et vestiunt uxores suas et filios suos.
6:32 Von ihren Kleidern nehmen die Priester und bekleiden damit ihre Frauen und Kinder.
6:33 Neque si quid mali patiuntur ab aliquo, neque si quid boni, poterunt retribuere : neque regem constituere possunt, neque auferre.
6:33 Ob man ihnen Böses oder Gutes antue, vermögen sie es nicht zu vergelten; weder können sie einen König einsetzen noch absetzen.
6:34 Similiter neque dare divitias possunt, neque malum retribuere. Si quis illis votum voverit et non reddiderit, neque hoc requirunt.
6:34 Ebenso wenig können sie Reichtum geben noch Böses vergelten. Wenn jemand ihnen ein Gelübde tut und es nicht erfüllt, fordern sie es nicht ein.
6:35 Hominem a morte non liberant, neque infirmum a potentiori eripiunt.
6:35 Einen Menschen erretten sie nicht vom Tode, noch entreißen sie den Schwachen dem Mächtigeren.
6:36 Hominem cæcum ad visum non restituunt ; de necessitate hominem non liberabunt.
6:36 Dem Blinden geben sie das Augenlicht nicht wieder; aus der Not befreien sie keinen Menschen.
6:37 Viduæ non miserebuntur, neque orphanis benefacient.
6:37 Der Witwe erbarmen sie sich nicht, noch erweisen sie den Waisen Gutes.
6:38 Lapidibus de monte similes sunt dii illorum, lignei, et lapidei, et aurei, et argentei : qui autem colunt ea, confundentur.
6:38 Den Steinen auf dem Berge gleichen ihre Götter, hölzerne und steinerne und goldene und silberne; und die sie verehren, werden beschämt werden.
6:39 Quomodo ergo æstimandum est aut dicendum illos esse deos ?
6:39 Wie soll man also meinen oder sagen, daß sie Götter sind?
6:40 Adhuc enim ipsis Chaldæis non honorantibus ea : qui cum audierint mutum non posse loqui, offerunt illud ad Bel, postulantes ab eo loqui :
6:40 Von den Chaldäern selbst werden sie nicht geehrt: denn wenn diese ein Stummes sehen, das nicht reden kann, so bringen sie es dem Bel dar und bitten ihn, daß er rede, als ob er empfinden könnte.
6:41 quasi possint sentire qui non habent motum ! Et ipsi, cum intellexerint, relinquent ea : sensum enim non habent ipsi dii illorum.
6:41 Und sie selbst können sie nicht verlassen, denn sie haben keine Vernunft.
6:42 Mulieres autem circumdatæ funibus in viis sedent, succendentes ossa olivarum :
6:42 Die Frauen aber, mit Stricken umgürtet, sitzen auf den Wegen und verbrennen Olivenkerne,
6:43 cum autem aliqua ex ipsis, attracta ab aliquo transeunte, dormierit cum eo, proximæ suæ exprobrat quod ea non sit digna habita, sicut ipsa, neque funis ejus diruptus sit.
6:43 und wenn eine von ihnen von einem Vorübergehenden herangezogen wird und mit ihm geschlafen hat, so macht sie ihrer Nächsten Vorwürfe, daß diese nicht wie sie selbst gewürdigt worden sei und ihr Strick nicht zerrissen wurde.
6:44 Omnia autem quæ illi fiunt, falsa sunt : quomodo æstimandum aut dicendum est illos esse deos ?
6:44 Alles, was um sie her geschieht, ist Lüge: wie soll man also urteilen oder meinen, daß sie Götter seien?
6:45 A fabris autem et ab aurificibus facta sunt : nihil aliud erunt, nisi id quod volunt esse sacerdotes.
6:45 Von Holz- und Goldschmieden werden sie verfertigt: nichts anderes als was die Handwerker wollen, werden sie sein.
6:46 Artifices etiam ipsi, qui ea faciunt, non sunt multi temporis : numquid ergo possunt ea, quæ fabricata sunt ab ipsis, esse dii ?
6:46 Und die selbst, die sie verfertigen, leben gewiß nicht lange: wie können also das, was von ihnen verfertigt wird, Götter sein?
6:47 Reliquerunt autem falsa et opprobrium postea futuris.
6:47 Denn sie hinterlassen Lüge und Schande ihren Nachkommen.
6:48 Nam cum supervenerit illis prælium et mala, cogitant sacerdotes apud se ubi se abscondant cum illis.
6:48 Denn wenn Krieg und Übel über sie hereinbricht, beratschlagen die Priester bei sich selbst, wo sie sich mit ihnen verbergen sollen.
6:49 Quomodo ergo sentiri debeant quoniam dii sunt, qui nec de bello se liberant, neque de malis se eripiunt ?
6:49 Wie soll man also meinen, daß sie Götter seien, die sich weder vom Kriege befreien noch aus den Übeln erretten können?
6:50 Nam cum sint lignea, inaurata et inargentata, scietur postea quia falsa sunt ab universis gentibus et regibus : quæ manifesta sunt quia non sunt dii, sed opera manuum hominum, et nullum Dei opus cum illis.
6:50 Denn da sie hölzern, vergoldet und versilbert sind, wird hinfort allen Völkern und Königen offenbar werden, daß sie falsch sind: und es wird offenkundig sein, daß sie keine Götter sind, sondern Werke von Menschenhänden, und kein Werk Gottes ist in ihnen.
6:51 Unde ergo notum est quia non sunt dii, sed opera manuum hominum, et nullum Dei opus in ipsis est.
6:51 Woher ist also bekannt, daß sie keine Götter sind, sondern Werke von Menschenhänden, und kein Werk Gottes in ihnen ist?
6:52 Regem regioni non suscitant, neque pluviam hominibus dabunt.
6:52 Einem König einer Landschaft können sie die Herrschaft nicht verleihen, noch vermögen sie den Menschen Regen zu geben.
6:53 Judicium quoque non discernent, neque regiones liberabunt ab injuria, quia nihil possunt, sicut corniculæ inter medium cæli et terræ.
6:53 Auch das Gericht vermögen sie nicht zu entscheiden, noch werden sie die Landschaften von Unrecht befreien; denn sie vermögen nichts, gleich den Krähen zwischen Himmel und Erde.
6:54 Etenim cum inciderit ignis in domum deorum ligneorum, argenteorum et aureorum, sacerdotes quidem ipsorum fugient, et liberabuntur : ipsi vero sicut trabes in medio comburentur.
6:54 Wenn auch Feuer in das Haus hölzerner, versilberter und vergoldeter Götter einbräche, so fliehen zwar ihre Priester und werden gerettet: sie selbst aber werden mitten darin wie Balken verbrannt.
6:55 Regi autem et bello non resistent. Quomodo ergo æstimandum est aut recipiendum quia dii sunt ?
6:55 Dem König aber und dem Kriege können sie nicht widerstehen. Wie soll man also meinen oder glauben, daß sie Götter sind?
6:56 Non a furibus, neque a latronibus se liberabunt dii lignei, et lapidei, et inaurati, et inargentati : quibus hi qui fortiores sunt,
6:56 Nicht werden sich die hölzernen, steinernen, vergoldeten und versilberten Götter vor Dieben und Räubern befreien; die Stärkeren
6:57 aurum et argentum, et vestimentum quo operti sunt, auferent illis, et abibunt, nec sibi auxilium ferent.
6:57 werden ihnen Gold und Silber und das Gewand, womit sie bekleidet sind, wegnehmen und davongehen, ohne daß sie sich selbst helfen können.
6:58 Itaque melius est esse regem ostentantem virtutem suam, aut vas in domo utile, in quo gloriabitur qui possidet illud, vel ostium in domo, quod custodit quæ in ipsa sunt, quam falsi dii.
6:58 Wieviel besser ist es also, ein König zu sein, der seine Macht zeigt, oder ein nützliches Gefäß im Hause, worüber sich der freut, der es besitzt, oder eine Tür im Hause, die das darin Befindliche bewacht, als solche falschen Götzen.
6:59 Sol quidem et luna ac sidera, cum sint splendida et emissa ad utilitates, obaudiunt :
6:59 Sonne nämlich und Mond und Sterne, da sie glänzend und zu nützlichem Gebrauch gesandt sind, gehorchen.
6:60 similiter et fulgur cum apparuerit, perspicuum est : idipsum autem et spiritus in omni regione spirat :
6:60 Ebenso ist auch der Blitz, wenn er erscheint, offenkundig; und derselbe Geist weht in jeglichem Lande.
6:61 et nubes, quibus cum imperatum fuerit a Deo perambulare universum orbem, perficiunt quod imperatum est eis :
6:61 Und die Wolken, denen von Gott befohlen wird, den ganzen Erdkreis zu durchziehen, vollbringen, was ihnen aufgetragen ist.
6:62 ignis etiam missus desuper, ut consumat montes et silvas, facit quod præceptum est ei : hæc autem neque speciebus, neque virtutibus, uni eorum similia sunt.
6:62 Und das Feuer, das von oben gesandt wird, um Berge und Wälder zu verzehren, tut, was ihm befohlen ist: jene aber sind weder an Gestalt noch an Kraft irgendeinem von diesen ähnlich.
6:63 Unde neque existimandum est, neque dicendum illos esse deos, quando non possunt neque judicium judicare, neque quidquam facere hominibus.
6:63 Daher soll man nicht urteilen noch meinen, daß sie Götter seien: denn sie vermögen weder Gericht zu richten noch irgend etwas den Menschen zu leisten.
6:64 Scientes itaque quia non sunt dii, ne ergo timueritis eos.
6:64 Da ihr nun wisset, daß sie keine Götter sind, so fürchtet sie nicht.
6:65 Neque enim regibus maledicent, neque benedicent.
6:65 Denn weder werden sie Königen fluchen noch sie segnen.
6:66 Signa etiam in cælo gentibus non ostendunt : neque ut sol lucebunt, neque illuminabunt ut luna.
6:66 Auch vermögen sie den Völkern keine Zeichen am Himmel zu zeigen, noch werden sie wie die Sonne leuchten, noch erleuchten wie der Mond.
6:67 Bestiæ meliores sunt illis, quæ possunt fugere sub tectum ac prodesse sibi.
6:67 Die Tiere sind besser als sie, die in den Schatten fliehen und sich nützen können.
6:68 Nullo itaque modo nobis est manifestum quia sunt dii : propter quod ne timeatis eos.
6:68 Auf keine Weise also ist es uns offenkundig, daß sie Götter sind: darum fürchtet sie nicht.
6:69 Nam sicut in cucumerario formido nihil custodit, ita sunt dii illorum lignei, et argentei, et inaurati.
6:69 Denn gleichwie eine Vogelscheuche im Gurkengarten nichts bewacht, so auch ihre hölzernen, silbernen und vergoldeten Götter.
6:70 Eodem modo et in horto spina alba, supra quam omnis avis sedet, similiter et mortuo projecto in tenebris, similes sunt dii illorum lignei, et inaurati, et inargentati.
6:70 Ebenso wie ein weißdorniger Strauch im Garten, auf dem jeder Vogel sitzt, und wie ein in die Finsternis hingeworfener Toter: so gleichen auch ihre hölzernen, vergoldeten und versilberten Götter.
6:71 A purpura quoque et murice, quæ supra illos tineant, scietis itaque quia non sunt dii : ipsi etiam postremo comeduntur, et erunt opprobrium in regione.
6:71 Durch den Purpur und Scharlach, von denen Motten an ihnen fressen, sollt ihr erkennen, daß sie keine Götter sind; sie selbst werden am Ende verzehrt und werden eine Schande in der Gegend.
6:72 Melior est homo justus qui non habet simulacra, nam erit longe ab opprobriis.
6:72 Besser ist ein gerechter Mensch, der keine Götzenbilder hat: denn er wird weit von Schmach entfernt sein.