Dataset "latin" has no chapter 16 for this book.
16:1 Der große König Artaxerxes entbietet den Fürsten und Anführern der hundertundzwanzig Provinzen von Indien bis Äthiopien, die unserem Reiche gehorchen, seinen Gruß.
16:2 Viele haben die Güte der Fürsten und die Ehre, die ihnen erwiesen wurde, zur Überhebung mißbraucht.
16:3 Und sie trachten nicht allein, die den Königen Unterworfenen zu unterdrücken, sondern können auch den ihnen verliehenen Ruhm nicht ertragen und sinnen Anschläge gegen eben die, von denen sie ihn empfangen haben.
16:4 Und sie begnügen sich nicht damit, für die Wohltaten nicht dankbar zu sein und die Rechte der Menschlichkeit gegen sich zu verletzen, sondern sie meinen, daß sie auch Gott nicht dulden können, der alles sieht und das Böse haßt.
16:5 Und so weit sind sie in Raserei ausgebrochen, daß sie diejenigen, welche die ihnen anvertrauten Ämter gewissenhaft verwalten, durch ihre Lügen zu unterdrücken gesucht haben.
16:6 Indem sie die schlichten Ohren der Fürsten, die andere nach ihrer eigenen Natur beurteilen, durch arglistige Täuschung betören.
16:7 Was sowohl aus alten Geschichten als auch aus dem, was sich täglich zuträgt, bewiesen wird: wie die Bemühungen der Fürsten durch die böse Einflüsterung schlechter Menschen verdorben worden sind.
16:8 Daher muß für den Frieden aller Provinzen Sorge getragen werden.
16:9 Ihr sollt auch nicht meinen, daß wenn wir Verschiedenes gebieten, dies aus Leichtfertigkeit unseres Sinnes komme; sondern je nach Beschaffenheit und Notwendigkeit der Zeiten fällen wir unser Urteil, wie das Wohl des Staates es fordert.
16:10 Und damit ihr noch klarer versteht, was wir sagen: Aman, der Sohn des Amadathi, ein Macedonier an Sinn und Gesinnung, in Wirklichkeit ein Fremdling vom Blute der Perser und weit entfernt von unserer Milde,
16:11 hatte von uns so viel Güte erfahren, daß er unser Vater genannt und von allen angebetet wurde, als Zweiter nach dem königlichen Throne;
16:12 er ließ sich zu solchem Hochmut emportragen, daß er uns der Herrschaft und des Lebens zu berauben strebte.
16:13 Denn Mardochäus, durch dessen Treue und Wohltaten wir leben, und Esther, unsere geliebte Gemahlin, die Genossin unseres Reiches, wollte er samt ihrem ganzen Volke dem Tod überliefern.
16:14 Dabei dachte er, daß er, nachdem jene getötet wären, unserer Einsamkeit nachstellen und das Reich der Perser auf die Macedonier übertragen könnte.
16:15 Wir aber haben die Juden, die von dem schlimmsten aller Sterblichen dem Tode geweiht wurden, in keinerlei Schuld gefunden.
16:16 Und wir erkennen sie als Wohltäter an, als Söhne des höchsten und größten und allzeit lebendigen Gottes, durch dessen Gunst sowohl unseren Vätern als auch uns das Königtum verliehen worden ist und bis auf den heutigen Tag besteht.
16:17 Ihr sollt daher wissen, daß jene Briefe, welche er unter unserem Namen abgesandt hat, ungültig sind.
16:18 Für dieses Verbrechens willen ist er selbst, der dies ausgeheckt hat, und sein ganzes mitschuldiges Geschlecht vor den Toren dieser Stadt, nämlich Susan, am Galgen aufgehängt worden.
16:19 Dieses Edikt aber, das wir jetzt versenden, soll in allen Städten öffentlich bekanntgemacht werden, damit es den Juden erlaubt sei, ihre eigenen Gesetze zu befolgen.
16:20 Denen sollt ihr behilflich sein, damit sie diejenigen, die sich zu ihrer Ermordung bereitgemacht hatten, töten können, am vierzehnten Tage des zwölften Monats Adar.
16:21 Denn diesen Tag hat der allmächtige Gott den Trauernden in Freude verwandelt.
16:22 Darum haltet auch ihr diesen Tag unter den übrigen Festtagen und begehet ihn mit aller Freude.
16:23 Alle, die den Persern treu gehorchen, werden den verdienten Lohn für ihre Treue empfangen; die aber dem Reiche nachstellen, sollen umkommen.
16:24 Jede Provinz aber und Stadt, die an diesem Feste nicht teilnehmen will, soll durch Schwert und Feuer vernichtet werden, so daß sie nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren zur ewigen Abschreckung verfallen sei.